Christian Renk

Saxofon, Saxonett
Klarinette
Blockflöte
Ensemble
Jugendblasorchester
Kooperationen mit der PNMS Zwettl und NMS Stift Zwettl

 

 

 

Seit 1996 im MS-Verband tätig
Absolvent des Lehrgangs „Jazz in Contemporary Music“ an der Donau-Universität Krems.
Mitglied der Zwettler Big Band
und der Gruppe „Stört‘s?“

 


Die Blockflöte

Die Blockflöte wird immer wieder als „das Einsteigerinstrument“ gepriesen. Grundbegriffe des Spiels auf der Blockflöte können von Kindern bereits im Vorschulalter erlernt werden und erste Spielerfolge sind schnell zu erzielen. Jedoch kann es gerade sehr jungen AnfängerInnen Schwierigkeiten bereiten, Finger, Zunge und Atmung zu koordinieren und einen schönen gleichbleibenden Ton zu entwickeln.
Bei genügend Training und Ausdauer ist es allerdings auch schon im ersten Lernjahr möglich, einfache rhythmische Strukturen, eine Vielfalt an Musikstilen und Melodien aus aller Welt kennenzulernen.

Das Saxonett

Einige Kinder hegen bereits im Alter von 6-8 Jahren den Wunsch, Klarinette oder Saxofon zu spielen. Manchen von ihnen ist es jedoch aufgrund ihrer noch zierlich kleinen Hände nicht möglich alle Tonlöcher der Klarinette abzudecken oder aufgrund ihrer Körpergröße das etwas schwerere Saxofon zu halten. Vor einigen Jahren wurde daher das Saxonett entwickelt, eine moderne Form des Chalumeau (siehe: Die Klarinette, Abs.1).
Das Saxonett ist nur etwas größer als die Sopranblockflöte und wird mit einem Klarinettenmundstück, auf dem ein Einfachrohrblatt befestigt ist, gespielt. Dadurch fällt der spätere Wechsel zur Klarinette oder zum Saxofon besonders leicht. Als Griffsystem findet das System der Sopranblockflöte mit deutscher Griffweise vom tiefen C bis zum hohen D Verwendung.

Die Klarinette

Die Klarinette wurde um 1700 aus dem damals üblichen Einfachrohrblattinstrument Chalumeau (man stelle sich eine Altblockflöte mit einem Klarinettenmundstück vor) weiter entwickelt, indem eine Überblasklappe angebracht wurde, die es ermöglichte, klanglich in mittlere und hohe Register „vorzudringen“. Der Klang war nun ähnlich dem der Barocktrompete (Clarino) – daher der Name (Clarinetto, kleine Trompete).
Der erste wichtige Komponist, der das später noch mit acht Löchern und fünf Klappen versehene Instrument schätzen und lieben lernte, war W. A. Mozart.
Erst Mitte des 19. Jahrhunderts war die Klarinette mit genügend Klappen und Polstern aus Leder (eine Erfindung von Iwan Müller) soweit gediehen, dass es möglich war, sich auf dem Instrument leicht durch fast alle Tonarten zu bewegen. Gleichzeitig entstand neben dem Griffsystem von I. Müller eine neue Anordnung der Löcher und Klappen von Hyacinthe Klosé, angelehnt an die Berechnungen von Theobald Böhm für den Bau der Querflöte.
Verwendung findet die klanglich äußerst vielseitige Klarinette heute in der Kammermusik, im Symphonie- und Blasorchester, im Klezmer (z.B. Giora Feidmann), in der türk. Und griech. Folklore, in der alpenländischen Volksmusik, der Popmusik (z.B. Supertramp) und dem Jazz (z.B. Eddie Daniels, Don Byron).

Das Saxofon

Das Saxofon ist meiner Meinung nach noch vielseitiger in der Klangausprägung als die Klarinette. Es wird zwar aus Metall gefertigt, jedoch erklingt der Ton mithilfe eines Einfachrohrblattes, deswegen gehört das Saxofon zur Familie der Holzblasinstrumente.
Erfunden wurde das Saxofon Mitte des 19. Jahrhunderts von dem Belgier Adolphe Sax aufgrund des Mangels an gut und etwas lauter klingenden Holzblasinstrumenten in den damaligen Marschkapellen. In der klassischen Konzertmusik konnte es sich allerdings während dieser Zeit nicht durchsetzen und startete seinen Siegeszug erst mit dem Aufkommen des New Orleans-Jazz zu Beginn der 20iger Jahre des 20. Jahrhunderts. Seitdem behauptet sich das Saxofon vorwiegend im Jazz, fand aber auch Einzug in den Rock‘n Roll, Soul und Blues, in die Big Band – und Tanzmusik. Seit Ende des 20. Jahrhunderts findet es auch vermehrt Verwendung als Soloinstrument in Orchestern. Dauergast war und ist das Instrument als Verbindung zwischen Holz – und Blechregistern in den Blaskapellen.

Ensemble/Orchester

Freude bereitet MusikerInnen aller Altersgruppen das Spielen in der Gruppe. Nach entsprechender Vorbereitung (Üben) können Schüler schon ab dem 2. Lernjahr ihren Beitrag in einem kleinen Kammerensemble oder größerem Orchester leisten. Von den MusikerInnen wird beim Spielen in der Gruppe Achtung und Respekt gegenüber den Mitmenschen, Rücksichtnahme auf eventuelle Schwächen der MitspielerInnen, Disziplin und Aufmerksamkeit gefordert. Wichtige charakterliche Komponenten, die den Umgang mit unseren sozialen Strukturen erleichtern, werden so ausgeprägt.

P.S.: Das Erlernen eines Instrumentes kann nur durch Üben gewährleistet werden. Üben bedeutet, sich mit Hingabe, Fleiß, Ausdauer und Konzentration einer Sache zu widmen, am Besten regelmäßig. Üben erfordert, mich mit mir selbst und meinem Instrument sinnvoll zu beschäftigen, die Grenzen, die mir meine bisher erworbenen Fertigkeiten setzen, zu erkennen und einen Weg zu suchen, diese Grenzen zu überschreiten. Das mag einerseits sehr frustrierend klingen, ist aber andererseits sehr erfreulich, wenn ich bemerke, dass ich wieder einen Schritt über mich hinausgewachsen bin, sprich eine Übung oder ein Stück so gut durchgearbeitet habe, dass ich es zur Freude meiner eventuellen Zuhörer darbieten kann.